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Erfolgreiches Musikmarketing?

Rammstein - PussyÜber Geschmack lässt sich ja bekanntlich streiten, und über Musikgeschmack sowieso. Die einen haben nichts gegen Hip Hop, die anderen hingegen hören lieber Musik. Und so fallen auch die Lieder von Rammstein zwar in die Kategorie Rock, aber auch den muss man in dieser Form erstmal mögen. Wie man sich allerdings erfolgreich in die Schlagzeilen bringt, beweisen die Jungs eindrucksvoll mit ihrem neuen Album und der daraus vorab exklusiv über ein Erotik-Portal veröffentlichten Single „Pussy“.

Vier Jahre nach dem letzten Album „Rosenrot“ wurden sämtliche Register gezogen, um auf das im Oktober erscheinende Album aufmerksam zu machen. Bereits Wochen im Voraus kamen Details des Videos an die Öffentlichkeit, welche natürlich gerne - insbesondere vom deutschen Boulevard - aufgenommen wurden. Von einem Song der „zufällig“ im Internet auftauchte und Promofotos, die voreilig in verschiedenen Fanforen auftauchten, war alles dabei.

Die Diskussionen, um die moralische Verwerflichkeit eines mit zahlreichen Pornodarstellerinnen gedrehten Musikvideos war lange vor der eigentlichen Videopremiere eröffnete. Hier war auch längst klar, dass dieses Video es nicht bis zu MTV & Co. schaffen würde. Das macht an dieser Stelle aber auch nichts, bekommen „verbotene“ Sachen doch gerade deshalb ihren Reiz und in Zeiten des Internets den Hauptzuschaueranteil ohnehin im Internet. Somit trat genau das ein, was sich die PR-Berater vorab ausgedacht hatten.

Der Beweis, dass Sex immer noch sells und Rammstein den Anspruch auf die perfekten Schwiegersöhne nie erheben werden. Spektakulärer kann man sich kaum zurückmelden. Die große Maße spricht man mit dieser provokanten Art der Vermarktung sicherlich nicht an. Allerdings entspricht die große Maße auch nicht der Zielgruppe von Rammstein. In welcher Form sich dies auf die Plattenverkäufe auswirkt, wird sich ab dem 16.Oktober zeigen.

 

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