Um die neue Serie “The Vampire Diaries” zu bewerben, wurden in Neuseeland “Blutspende-Automaten” in Fitnessstudios, Büros etc. aufgestellt:
Agentur: Colenso BBDO
Um die neue Serie “The Vampire Diaries” zu bewerben, wurden in Neuseeland “Blutspende-Automaten” in Fitnessstudios, Büros etc. aufgestellt:
Agentur: Colenso BBDO
Der US-amerikanische Sender HBO – Home Box Office – bewirbt in New York seine Hit-Show The Sopranos, eine Fernsehserie über das Leben einer italo-amerikanischen Mafiafamilie in New Jersey.

Um die Aufmerksamkeit der New Yorker zu erlangen, bedient sich die Guerilla Marketing Aktion hier dem Schockwert. Für The Sopranos wurden – natürlich künstliche – Leichenteile aus Taxis gehangen.
Über die HBO-Serie The Sopranos:
Anfang 1999 wurde The Sopranos auf HBO in Amerika erstausgestrahlt. In Deutschland wurde die Serie ab 15. September 2001 im ZDF gezeigt. Mangels Interesse seitens der Zielgruppe wurde sie nach drei Staffeln wieder eingestellt.
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So cool muss man aber auch erstmal reagieren…
Der neue Internet-Dienst “Chat-Roulette” dürfte sich in jedem Fall schneller in der relevanten Zielgruppe verbreiten. Zufall oder gezielte Aktion?
Als am 3. November die vierte Stromberg Staffel auf ProSieben ausgestrahlt wurde, startete zeitgleich auch eine neue Zeitrechnung im deutschen Fernsehen. Erstmals seit der Revision der EU-Fernsehrichtlinie im Dezember 2007 wurde eine deutsche Serie während der Ausstrahlung als Dauerwerbesendung gekennzeichnet. Grund hierfür ist die Kooperation der Brainpool zusammen mit der Microsoft Deutschland GmbH. Letztere beteiligt sich in Form eines Programmsponsorings an der Ausstrahlung der vierten Stromberg Staffel, während im Gegenzug die Vorzüge des neuen Betriebssystems Windows 7 in der Story hervorgehoben werden. Dies geschieht dabei so offensichtlich, dass man um einen Hinweis auf die Beteiligung Dritter nicht herum kommt.
Gleichzeitig werden bis Ende des Jahres vor und nach der Ausstrahlung Promoclips mit dem Stromberg Darsteller Berthold “Ernie” Heisterkamp ausgestrahlt, welche darüber hinaus auch ins Internet verlängert werden:
Bereits im Dezember 2007 einigten sich die Mitgliedsstaaten der Europäischen Union auf eine Novellierung der EU-Fernsehrichtlinie und legten dabei die Basis für einen liberalen Umgang mit Product Placement. Was in amerikanischen Produktionen Gang und Gäbe ist, sollte nun auch für europäische Werke erlaubt sein. Demnach dürfen zu Werbezwecken Produkte in deutschen Formaten platziert werden, sofern die Beteiligung Dritter ausreichend gekennzeichnet wird.

Bis Ende diesen Jahres haben die einzelnen Mitgliedsstaaten noch Zeit die Vorgaben in nationales Recht zu übernehmen, können für sich aber strengere Richtlinien erlassen. Gingen die Meinungen zu Beginn der Debatte noch klar in Richtung strengere Vorgaben für deutsche Formate, so ist seit Anfang diesen Jahres – auch aufgrund der Wirtschaftskrise und damit einhergehenden sinkenden Werbeerlösen aus klassischer TV-Werbung – eine Tendenz zu Product Placement zu erkennen. Da inzwischen mehr darüber diskutiert wird, ob die Kennzeichnungspflicht von Product Placement dann auch für amerikanische Produktionen gelten müsste, kann angenommen werden, dass dies eine endgültige Entscheidung darstellt und Ende 2009 auch deutsche Produktionen eine weitere Werbe- und Finanzierungsform erschließen können.
…und alles beim Alten bleibt?!
Seit 4. Juli 2009 heißt Premiere nun Sky. Mit der Umbenennung erhofft man sich die Vergangenheit vergessen zu machen und neue Kunden anzulocken. Doch ist das Angebot wirklich besser, weil es anders heißt?
Der erste Tenor geht klar in Richtung nein. So erhalten Kabelkunden für den gleichen Preis deutlich weniger Programme, während Satelliten-Zuschauer für den selben Preis 18 weitere Sender empfangen. Das Paket „Sky Welt“ muss in jedem Fall gebucht werden, unabhängig davon, ob man lediglich die Fussball-Bundesliga beziehen möchte. Ärgerlich ist dies vor allem, da in diesem Paket zahlreiche Programme enthalten sind, die bereits in den digitalen Basis-Programmangeboten der Kabelnetzbetreiber für weniger Geld zu haben sind. Hier nutzt Sky sein Bundesliga-Monopol im Kabel, um die Zuschauer zum Abonnement seiner Programme zu zwingen.
Verbesserung gibt es im HD-Bereich, wo es nun im Vergleich zu Premiere sechs statt lediglich zwei HD-Kanäle gibt.
Mit der Aufgabe des Markenzeichens Premiere hat sich Sky zu einem riskanten Schritt entschlossen. Die Launch-Kampagne wird bis Jahresende 100 Millionen Euro kosten. Davon werden 40 Millionen Euro alleine für Fernsehwerbung ausgegeben.
Ob sich diese Investition lohnt, ist zweifelhaft. Sicherlich verspricht ein neuer Name, erhöhte Aufmerksamkeit und ist nicht sofort mit negativen Assoziationen besetzt. Um aus diesen Interessenten allerdings Kunden zu machen, bedarf es mehr als hohe Preise und eine unverständliche Paketpolitik.